Ich ziehe mich zurück

bis ins nächste Jahr.

In den letzten Wochen habe ich die sozialen Medien effektiv bedient und genutzt.
Ich kann nicht behaupten, das es sich dabei um eine meiner Lieblingsbeschäftigungen handelt.
Eher eine Art Haßliebe  – sofern man den Begriff Liebe überhaupt mit Socialmediakram in Verbindung bringen kann.
Nun ist es Zeit für Rückzug, zumindest für eine Weile.. Dummerweise fehlt mir dieses „Rampensau Gen“ das bei manchen KünstlerInnen sehr ausgeprägt ist.
Die ständige Präsenz kostet mich zuviel Überwindung.
Ich brauche jetzt wieder etwas Abstand.
Aber da war noch was, das ich unbedingt noch aufzählen muss, nämlich die Dinge oder auch Menschen, die ich aus meinem Leben bzw. aus diesem Blog schmeiße.
Zum Blog.

Verzichtet wird auf:
1. Sinnlose Postings, von denen niemand was hat außer dem, der sie schreibt. Ich möchte diesen Blog so nutzen, das er für andere sinnvoll ist. Ich werde nur noch den Teil meiner Arbeit posten, der für den Leser einen, wie sagt man so schön, Mehrwert bringt.

2. Meine Bilder kann man in Zukunft auf meiner Webseite sehen oder bei Instagram. Ich möchte hier statt dessen, den Prozeß erfahrbar und nachvollziehbar machen.

Zum Leben.
Verzichtet wird auf:
1.Sinnlose Diskussionen mit Rassisten, Nationalisten, Narzißten, Ignoranten, Verschwörungstherotikern. Meine Energie ist mir zu schade, um mich mit Dummheit und Unvermögen auseinanderzusetzen und meine Zeit zu kostbar.

2. Meine eigene Dummheit im Umgang mit Menschen, die nur nehmen.  Ich war immer großzügig und bin offen mit meiner Arbeit umgegangen. Auch wenn jemand etwas zu Techniken wissen wollte oder mit welchen Hilfsmitteln oder Texten ich gerade arbeite, um bestimmt Projekte in Gang zu setzen oder abzuschließen. Alles kostenlos? Vorbei!

3. Materialtipps, Buchtipps, Ratschläge wo und wie verkaufe ich am besten Online. Kannst du mir beim englischen Text helfen? Alles kostenlos? Vorbei!
Guckt selber, das Internet ist voller Hilfsmöglichkeiten!
Dazu noch ein kleiner Rat: „Werden bestimmte Teile des Gehirns nicht gebraucht, werden sie in eine Art Ruhezustand versetzt.“ Quelle unbekannt

3. Alles was mich davon abhält, meinen Weg zu gehen, die Dinge, die ich tue mit Liebe zu tun, mir meine Zeit stiehlt. Ade!

4. Galerien, die für Ausstellungen Geld verlangen oder, wie auch schon geschehen, Bilder einbehalten. Das geht mir schon seit Jahren auf die Nerven! Also bitte nicht mehr anschreiben, der Aufwand lohnt nicht.

So, das wollte ich noch niedergeschrieben haben in diesem Jahr 🙂

Nun noch ein kleines Ölbild und fertig ist 2018 hier in diesem Blog!


Ich freue mich darauf,  im kommenden Jahr sinnvolle und nützliche Beiträge hier bereitzustellen und auf all meine geliebten Projekte!

Euch schöne Feiertage und ein 2019 voller Wunder, voller Liebe, Freundschaft, Herzlichkeit und Wärme, Gesundheit und Licht!

Herzlichst
Anna

 

Advertisements

2019 kommt

und ich freue mich darauf.
Die Zeit in der ich mir Weltfrieden wünschte ist lange vorbei. Alle Demos auf denen ich war, all‘ die Petitionen, die ich unterschrieben habe, die Politiker, die ich gewählt habe… es hat nicht viel geändert.  Es gibt so vieles in dieser Welt, das mich wütend oder/und traurig macht aber zur Aktivistin tauge ich nicht, leider!

Ich bemühe mich,  alles was ich tue, mit Liebe zu tun, Freude in manche Leben zu bringen, Menschen zu helfen, zu unterstützen wo es mir möglich ist.
Und ich bin dankbar für meine Familie,  für Freunde, die  ihren Teil tun diese Welt für manche Menschen erträglicher zu machen, die sich mit enormem Einsatz um Menschen kommen, die hier Asyl und Schutz suchen.  Ich bin dankbar dafür Menschen/ Freunde um mich zu wissen, die sich engagieren, je nach ihren Möglichkeiten.
Davon wünsche ich mir für 2019 noch mehr. Erscheint mir besser als Weltfrieden, erreichbarer.

Im Augenblick überarbeite ich einige ältere Arbeiten und stelle sie noch in diesem Jahr auf Saatchi ein.
Es ist eine Art Reinemachen, aufräumen und klären.
Es ist eine Art Magie, die da wirkt. Magie, die Schwere nimmt und Leichtes willkommen heißt.

Free Falling

oil on canvas

Simsalabim! Und der Zauber der Ölmalerei darf wieder wirken. Meine allergischen Reaktionen sind verschwunden.

Mit Allergien ist es eine seltsame Sache. Mal sind sie da dann wieder weg.
Ich bin seit meinem 6. Lebensjahr allergisch, es fing mit Erdbeeren an. Fies und gemein war das, ich habe Erdbeereis immer geliebt, bekam aber Pusteln davon. Juckende Pusteln.  Und dann ging es so weiter, Gräser, Birken, Hasel, was es alles so gibt und was so rumfliegt. Ja, auch Wespen und Pferdebremsen sind ungut.
Nach jedem Stich durfte ich zum Arzt und bekam eine Dröhnung. Ich habe nun ein Notfall Set, das ist zwar schon  älter aber es ist ja gerade auch Winter und die stechenden Gesellen schlafen.

Zurück zum Thema Malerei und 2019 und so.
2019 kommt und ich freue mich darauf.
Im neuen Jahr wird alles, was neu entsteht in meinem Online Shop auf meiner Seite zu finden sein.
Mein Terminkalender ist fast voll, mit meinen Kursen, Ausbildungsterminen und Workshops.
Mein Online Kurs kommt und mein erstes Buch wird erscheinen. Das Schreiben daran bereitet mir viel Vergnügen. So viel, das ich bestimmt mit einem noch nicht genug haben werde.
Aber auch Reisen sind geplant. Bretagne wir kommen.

Mich interessiert sehr, wie eure Planungen, Hoffnungen und Wünsche für 2019 aussehen.

Herzlichst
Anna

Die Selmer Malschule hat bald Geburtstag

Als introvertierte Künstlerin fühle ich manchmal die Notwendigkeit, mich in meinen Elfenbeinturm zurück zu ziehen, zu arbeiten und nichts anderes zu tun … klingt wie das Paradies, manchmal. Und so habe ich mich in den letzten drei Jahren auf meine Kunst, meine Malschule konzentriert und vor allem auf meine Familie und unsere Hunde konzentriert. Das war auch bitter nötig.
Aber nun….nach einer Woche des Rückblicks auf die letzten Jahre und des Nachdenkens über die Zukunft habe ich einige Entscheidungen getroffen.

In 2003 habe ich allen Unkenrufen zum Trotz meine Malschule gegründet. Niemand, wirklich niemand, nicht einmal meine damalige Steuerberaterin  hat daran geglaubt, das es was werden könnte. Ha! Nun wird Geburtstag gefeiert!

Und so freue ich mich, einen Flash-Verkauf ankündigen zu können, um den 15. Jahrestag der Kunstschule zu feiern. Arbeiten der letzten Jahre auf Papier und Leinwand zu Preisen von 25€ bis 250 € werden angeboten.

Und …..da war noch was, was nach oben schwappte, völlig unerwartet habe ich festgestellt, das mir etwas fehlt, dass ich in den letzten Jahren einige Dinge vermisst habe.
Ich vermisse es, online zu unterrichten, ich vermisse es international zu spielen, ich vermisse es, mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt zu treten.
und ich habe einen Studio-Make Over  gestartet, um einige neue Videos und Online-Kurse zu realisieren. (auf Deutsch und auf Englisch)
Es wird auch sehr bald ein paar Jubiläums-Goodies auf meiner Website und in meinem Blog geben.

Und hier noch eine kleine Erinnerung, auch für mich.
Manchmal vergisst man das die Malerei eine Sache des Herzens und der Seele ist. Der Momen,t in dem der Verstand, das Ego wollkommen an die Seite treten muss, damit die Intuition fließen kann, die wilde Seele zum Vorschein kommen darf.

Also stay tuned!
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!
Von Herzen
Anna

Das Buch der Geheimnisse

Das Buch der Geheimnisse ist einerseits ein Workshopthema, das ich derzeit im Atelier anbiete andererseits aber auch etwas, das uns alle beschäftigt, das denke ich zumindest.
Wie komme ich darauf? Ich biete einmal im Monat einen kleinen Malkurs ehrenamtlich an. Dieser Kurs ist für Menschen ab 70 Jahren, für Männer und Frauen.  Es kommen nur Frauen.

Diese Frauen erzählen mir teilweise mit großer Offenheit aus ihrem Leben, von ihren Freuden, von ihrer Familie aber auch von viel Leid. Das Malen erleichtert es zu sprechen, es entspannt und beruhigt und bringt ein wenig Freude in manche von Kummer geplagte Seele. Es ist immer wieder eine Freude für mich zu sehen, wie diese konzentrierte Beschäftigung die Menschen öffnet.
Ich habe, als ich von 15 Jahren meine Malschule eröffnet habe nicht geahnt wohin mich dieser Weg führen wird.  Ich habe mit Kursen für Kinder begonnen, dann kamen Kurse für Erwachsene dazu. Mittlerweile sind die MalschülerInnen aus den ersten Kursen schon fertig mit dem Studium oder zumindest fast und kommen teilweise immer noch. Die TeilnehmerInnen aus den Kursen für Erwachsene sind teilweise zu festen Gemeinschaften geworden, es sind Freundschaften entstanden, die nun schon seit 15 Jahren halten. Das alles konnte ich nicht ahnen, als ich mir den Traum von einer eigenen Malschule erfüllt habe. Immer mehr hat sich dabei mein Ansatz geändert. War es am Anfang der Wunsch alles klassisch aufzubauen, Techniken und Fertigkeiten zu vermitteln ist mittlerweile immer der Mensch im Vordergrund. Bei den Kinderkursen ist immer noch als erstes mal das Handwerkszeug gefragt aber bei erwachsenen Menschen konnte ich feststellen, das die Prioritäten sich verschoben haben. Es geht immer noch um Malerei aber auch viel um persönliche Entwicklung, Erfahrungen und Miteinander, Gespräche und teilweise auch das gemeinsame er- tragen von Schicksalsschlägen, von Angst, Depression, von Trauer… aber auch von Freude, von schönen Erlebnissen wie Geburten, Hochzeiten, Reiseerlebnissen, etc.
Das gemeinsame Erleben, sich Halten, sich gegenseitig tragen, für einander da sein, ist das was meine Arbeit für mich so kostbar macht. Es ist genau diese tiefe Verbundenheit, die entstehen kann wenn man gemeinsam kreativ arbeitet, die heilende Magie der Malerei. Kunst als magischer heilender Akt – für mich – aber auch für und mit anderen ist für mich nun soviel wichtiger geworden als alles, was ich damals als ich die Malschule eröffnet habe je erwartet oder erhofft habe.

Warum schreibe ich das alles? Ja, das Buch der Geheimnisse.
Mich hat heute ein Gespräch mit einer Teilnehmerin des ehrenamtlichen Malkurses sehr berührt. Ich wollte eigentlich als ich wieder zuhause war umdekorieren, ein paar neue Pflanzen umstellen und mir mein kleines Arbeitszimmer, das ich mir unten eingerichtet habe verschönern. Statt dessen habe ich sage und schreibe eine ganze Stunde hier gesessen und gedacht, alles Revue passieren lassen. Ich will nicht weitergeben was die Dame mir anvertraut hat, aber es hat mich sehr bewegt.

 

 

 

Das Leben ist das Buch der Geheimnisse, auf jeder Seite, die wir aufschlagen steht etwas, das wir noch nicht wissen, noch nicht kennen und von Seite zu Seite entfaltet sich unser Leben, erzählt sich unsere Geschichte. Und manchmal steht auf den Seiten etwas anderes als wir uns erhoffen oder erwarten.  Dieses Buch ist berührend für uns und oft auch für andere, wenn wir uns trauen etwas aus dem Buch zu erzählen.
Dieses Buch enthält Liebesgeschichten genauso wie Dramen und Schicksalsschläge, Abenteuer und oft auch viel komisches.
Es ist mein Lieblingsbuch. Jedes!

Von Herzen und in großer Dankbarkeit an alle, die mir bisher ein oder mehrere Kapitel aus ihrem Buch der Geheimnisse erzählt haben!
Anna

Ich gehe …..

Ich verlasse den abstrakten Highway, er ist mir zu laut, zu voll, zu unübersichtlich geworden. Es war ein langer Prozess, fast zwei Jahre hat es gedauert bis ich mich wirklich lösen konnte. Ich hatte schon Ende letzten Jahres gedacht ich wäre damit durch. Aber….es ist schwer sich von etwas zu trennen, das über lange Jahre gut funktioniert hat. Fast wie in einer Ehe. Es ist ein schmerzhafter Prozess, irgendwie scheint alles ok aber die Liebe ist abhanden gekommen. Ich habe immer mich bemüht, experimentiert, versucht die Liebe neu zu entfachen. Aber wenn sie erstmal erloschen ist, ist alles nur noch mühsames, schmerzhaftes Aufbäumen.
Ich habe nach neuen Wegen gesucht meine Malerei zu beleben und dabei das wichtigste übersehen. Das was schon lange da war vollkommen ausgeblendet und dann gefunden.
Diese alte, neue Liebe schlummerte nur und wartete auf den richtigen Moment.
Erst als ich wirklich frei war -und ich war soweit die Malerei komplett an den Nagel zu hängen- und als ich ohne Bedauern sagen konnte:“Nun ist es genug“ konnte diese alte neue Liebe in mein Leben treten. Ich sag‘ ja ….fast wie in einer Ehe….

Nach all den kräftezehrenden Ereignissen der letzen zwei Jahre, war ich müde. Nun bin ich wieder wach, lebendig, glücklich! Ich kann wieder lachen, malen. Kann wieder schreiben und fühle mich so stark wie schon lange nicht mehr.

Here I go!
Dieses ist das erste meiner Wächterbilder. Erstellt in 2015 oder 2016, ich weiß gar nicht mehr genau. Ich habe hin und wieder mal eines gemalt. Aber in den letzten Wochen sind so einige dazu gekommen und es werden immer mehr…

 

Herzlichst Anna
XO

Auf ein Neues!

Ich habe lange nichts gepostet. Ist noch irgendein/e Leser/in da?

Einerseits hatte ich  vergessen, meine annaschueler.com zu erneuern und schwupps war mein Blog gut drei Monate weg.
Aber nun ist es aus den Untiefen des Netzes wieder aufgetaucht und ich bin zufrieden, dass nicht alles ganz verschwunden ist.
Andrerseits war ich auch nicht wirklich in der Verfassung hier zu schreiben.
Im Mai, kurz nach meinem letzten Posting, war ich auf Teneriffa und hatte eine wundervolle Woche mit den entzückenden Teilnehmerinnen meines One Week Workshops dort. An meinem vorletzten Tag dort starb meine Freundin Inge im Hospiz.
Ich kam zurück und war gerade einen Tag zuhause, da hatte mein Mann einen Unfall mit dem Motorrad. Nix wirklich lebensgefährliches aber es folgten OP und wochenlanger Rollstuhl. Er konnte nicht laufen, nicht stehen, eigentlich gar nichts mehr allein.
Und eh ich mich noch richtig umgeguckt hatte, stellte ich fest, das ich nun alles allein stemmen musste. Malen, Kurse, Workshoptermine einhalten, das Sommerspecial für Kreativpädagoginnen war übrigens klasse!  Aber dazu noch Haushalt, großer Garten, Tiere etc……war also ein bisschen viel auf einmal. Sonst haben wir uns die Arbeit geteilt.
Aber man wächst ja an seinen Aufgaben und nun habe ich einiges an Muskelkraft in meinen Armen aufbauen können. Ich bin nun fit mit Rasenmäher, Heckenschere etc. Kann wunderbar schwere Sachen tragen und bin perfekt organisiert. Nur die Malerei kommt zu kurz. Immer noch. Mir fehlt die Power. Ich male aber empfinde meine eigenen Arbeiten als kraftlos. Mittlerweile kann Christian an Krücken halbwegs gehen aber es wird noch einige Wochen dauern, bis er wieder hergestellt ist. Im Augenblick normale Physiotherapie, dann demnächst alles verstärkt und Reha.
Nun nutze ich die Malerei mal für mich selber als heilenden Akt.

Hidden pleasures
80 x 80 cm
Mixed on Canvas

Die nächste Fortbildung für Kreativpädagoginnen biete ich in Kooperation mit der Familienbildungsstätte in Selm an. Sie beginnt im Oktober. Details und Termine finden sich auf  annaschueler.de.

Weitere Termine in 2018 folgen.

Herzlichst Anna
Leben. Lieben. Lachen. Und das Atmen nicht vergessen!
XO

Irrungen und Verwirrungen

Rot ist nicht meins und wird es auch nicht werden. In kleinen Portionen ist es erträglich, große Flächen verstören/verwirren mich. Hier sind die Ergenbisse meiner Arbeit mit Rot, die ich für vorzeigbar halte. Ich mag sie durchaus aber bei der Arbeit an den roten Bildern fehlt mir eine gewisse Erdung, die ich für mein Wohlbefinden benötige. Ich fühle mich diesen Arbeiten auch nicht so verbunden wie meinen andern Bildern. Schwierig ist es auch, und das zeigt mir das es nur eine Art Experiment war, einen Titel zu finden.
Normalerweise hab ich den Titel eines Bildes im Kopf oder im Bauch sobald die Arbeit fertiggestellt ist.  Hier habe ich nur für die beiden Teile des Dyptichons einen Titel gefunden. „Zwischen den Zeiten“ besteht aus zwei Teilen je 60 x  60 cm. Aber da ist ja das Rot schon wieder reduziert,
Aber hier jetzt ein kleiner Einblick.

 

Momentan beschäftigen mich viele Dinge, die mein Leben etwas durchrütteln.
Ich habe Menschen aus meiner Kindheit wieder gefunden oder eher sie mich.
Bisher nur bei Facebook aber ich hoffe bald auch „in echt“.  Sehr spannend ist das und schön und neu aber auch aufwühlend, weil  viele schmerzhafte Erinnerungen wieder nach Oben gespült werden.
Ich bin mit dem Sterben, dem Prozess des Sterbens direkt konfrontiert. Auch das versetzt mich in einen verwirrten Zustand. Nicht nur die Nähe des Todes und das  Bewusstwerden des eigenen Älterwerdens, der Endlichkeit jeden Lebens, bewegt mich. Der Tod gehört zum Leben und unsere Gesellschaft bemüht sich, das Thema nicht auszugrenzen. Es gibt nach und nach immer mehr Hospize, in denen Sterbende noch eine angenehme, palliativ gut unterstützte Zeit verbringen können.
Ich frage mich jedoch gerade, ob es sich da nicht, so gut und wichtig diese Arbeit sein mag, um eine Art Auslagerung einer schmerzhaften und mit großem Leid einhergehenden Erfahrung ist.
Können wir hier in unserem Wohlstand nicht mehr so viel Leid ertragen. Oder wollen wir es nicht an uns heranlassen und lagern daher aus? Weil es unsere schöne heile Welt, in er wir voll vernetzt mit der ganzen Welt kommunizieren können, etwas weniger schön erscheinen lässt?
Weil wir uns dem Sterben als Prozess, der auch lange dauern kann, allgemein und auch wenn es uns persönlich betrifft, nicht stellen wollen? Müssen wir beruflich so flexibel und so eingespannt sein, das keine Zeit bleibt den letzten Weg mit Angehörigen zu gehen?
Wie gesagt, ich mache mir Gedanken…

und  male ich Bilder, deren Titel im Entstehungsprozess selber schon erscheint.

Silent tears full of pride
Silent tears full of pride,  60 x 60 cm,  Acryl und Tusche auf Leinwand

Herzlichst Anna

Merken

Merken