Das Selbst verwirklichen

Ich bin nun Teilrentnerin.
Es war eine Zeit der Überlegungen und Abwägungen aber der Schritt ist für mich vollkommen richtig.
Ich bin 63 Jahre alt und derzeit definiere ich mich und meine künstlerische Tätigkeit neu und ich habe jetzt die Möglichkeit genutzt, meine noch verbleibende Lebenszeit – mögen es noch viele wunderschöne Jahre werden – für mich und meine Kunst zurückzugewinnen. Aber auch einen Teil meines Lebens zurück zu gewinnen.

So sehr ich meine Arbeit und meine MalschülerInnen liebe/geliebt habe.
Es ist vieles zu kurz gekommen, das auch gelebt sein möchte.
Die Zeit der „Selmer Malschule“, der täglichen Kurse ist vorbei. Ich unterrichte nur noch drei Kurse pro Woche. Das ist gut in mein neues Leben zu integrieren, Workshops finden gelegentlich statt und so habe ich jetzt habe ich Zeit wieder mehr und intensiver zu malen, zu gärtnern und mein Leben so zu gestalten, wie ich es für mich möchte. Dazu gehören Reisen, sowohl Studienreisen als auch simple und schöne private Vergnügungsreisen stehen auf dem Plan.

Die Zeiten des Rückzugs zeigen Wirkung. Es ist ein transfomativer Prozess, der innen und außen stattfindet und ich bin sehr gespannt, was noch alles geschieht, welche Wege sich mir eröffnen werden.  Die finanzielle Abhängigkeit von Bildverkäufen und der damit zusammenhängende Werbe und Selbstdarstellungsaufwand, der mir nicht so sehr liegt, sind erstmal verschwunden und  es hat sich eine wunderbare Leichtigkeit eingestellt, die meinem Leben und auch meiner Malerei sehr gut tut.
So schaffe ich es jetzt auch, mich komplett umzustellen auf einen ökologisch sinnvollen Lebenstil. Wir, mein Mann und ich haben schon immer großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt aber einiges fehlte noch. Wir essen nicht viel Fleisch und Wurst aber das was wir essen, kaufen wir in der nahe gelegenen Landfleischerei und können so auch den Verpackungsmüll vermeiden weil wir unsere eigenen Umverpackungen mitnehmen können
Seit einigen Monaten verschönern drei aus Paletten gebaute Hochbeete unseren Garten und liefern Leckeres direkt auf den Tisch. manches wächst gut, manches nicht so dolle, wie der Rettich ….. Ich muss noch lernen aber das finde ich nicht so schlimm. Mangold und Spinat, Tomate und Zuccini, Gurken und Kürbis etc… wächst und gedeiht jedenfalls prächtig.
Ich bin wieder auf Pflanzenhaarfarbe umgestiegen denn jetzt habe ich wieder die Zeit alle zwei Wochen diese dreistündige Aktion einzuplanen, meine Haare mit PFH zu färben. Diese sind ja auch in Papier und Pappe verpackt. Haarseife ist auch prima und im Karton.  Mal sehen was noch so geht, wenn es noch interessante Tipps gibt, immer her damit.

Seit ca. einem Jahr male ich mit älteren Menschen ab 70 ehrenamtlich und seit einigen Monaten male ich mit demenzerkrankten BewohnerInnen des hiesigen Altenwohnhauses. Diese Arbeit empfinde ich als sehr bereichernd obwohl ich feststellen musste, das mich manches doch sehr berührt und auch belastet.
Allerdings habe ich jetzt eine Möglichkeit gefunden, das nicht mit nach Hause zu nehmen. Ich gehe anschließend ins Fitnessstudio und arbeite mich an den Geräten ab. Gut für meine Seele und für meinen Körper. Außerdem liebe ich Krafttraining mittlerweile und freue mich, das mein Körper wieder stärker wird, meine Nackenschmerzen verschwinden und so ein bisschen straffer wird auch alles 😉

Ich schreibe an meinem Buch aber im Moment nur sporadisch. Ich genieße meine freie Zeit. Bald sind Ferien und danach geht es in einem neu renovierten Atelier in eine neue Phase.
Ich würde gern komplett auf Acrylfarben verzichten und es gibt Zeiten, da bekommt mir Ölfarbe sehr gut. Im Moment jedoch reagiere ich wieder auf die Farben und so stehen viel angefangene Ölbilder herum und dürfen erstmal ordentlich durchtrocknen.

Und damit hier nicht nur Text steht ein paar neue Bilder. Das mittlere hat bereits ein neues Zuhause, die anderen sind verfügbar.

 

60 x 60 cm Mixed media auf LW

 

Die Ölbilder trockenen halt noch…

 

Von Herzen
Anna

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Ich male und ich schreibe…..

Ich male Wächter, was sonst ….

60 x 80 cm Acryl auf LW © Anna Schüler 2018

…und ich schreibe Texte. So wie diesen. Ein kleiner Auszug:
Du erhebst dich und gehst langsam in die Richtung aus der der Klang ertönt. Ein Weg öffnet sich vor dir, sanft heben die Bäume ihre Äste empor und laden dich ein, auf dem weichen grünen Moos zu ihren Füßen zu wandeln. Ein erneuter Klang ertönt und du folgst langsam und erfüllt von Liebe zu all der Schönheit, die dich umgibt, dem Weg. Alle Bäume hier sind dir wohlbekannt, Eichen, Buchen, Erlen. Der Weg fällt langsam ab, immer weiter führt er gewunden in ein tiefes Tal hinunter. Die Vegetation wird dichter und nach und nach erscheinen Bäume am Wegrand, die du nicht kennst, große Bäume, die an einen Regenwald erinnern und
umschlungen sind von Lianen.
Über und über sind diese Bäume geschmückt von Blüten, das pralle Leben strahlt dir entgegen. Das Moos weicht langsam feuchter warmer Erde und du gehst weiter, immer weiter den gewundenen Pfad hinab.

Du spürst die warme weiche Erde unter dir.
Gelegentlich trittst du auf feuchte Steine, sie sind etwas rutschig aber du gehst sicher auf Ihnen. In der Nähe hörst du nun
ein Rauschen, das mit jedem deiner Schritte lauter wird…..

Ein kleiner Auszug aus einer Heilreise zu den Elementen, die auch in meinem Buch (an dem ich gerade arbeite) zu finden sind.
Ich fand dieses Bild sehr passend  Quelle Pixabay

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!
Von Herzen
Anna

 

Gedanken –

Bildquelle Pixabay

Am Samstag 4.11 erwartet uns ein Vollmond im Stier und die Sonne steht im Skorpion. Nun hab ich zwar nur astrologisches Halbwissen aber trotzdem….die Monde der dunklen Jahreszeit sind für mich immer etwas besonderes. Voller Magie.
Es wird Zeit für einen Blick nach Innen. Sich dem stellen, was man dort findet. Das Licht und das Dunkel, beides Seiten einer Medallie.
Aber auch die Lebensziele hinterfragen, Perspektiven ergründen, Bilanz ziehen.
Macht das was ich tue, wie ich lebe mich noch glücklich? Oder wenigstens zufrieden? Oder ist das mehr das gelebt werden will?

Bildquelle Pixabay

Ich bin keine 40 mehr. Das Leben ist begrenzt und es gibt in jedem Leben den Zeitpunkt, an dem man sich fragt, war es das? In meinen Coachings und Beratungen stelle ich immer wieder fest, das ab einem bestimmten Alter ein anderer Anteil der Persönlichkeit gelebt werden will. Ich merke, das oft lang verdrängte Bedürfnisse ans Licht kommen.
Und langsam kommt dieser Zeitpunkt auch bei mir. Manchmal wechseln Menschen in diesem Alter nochmal den Lebenspartner, manche Menschen beginnen noch einmal ganz von vorn an einem anderen Ort, in einem anderen Land. Ich habe nun weder vor meinen Partner zu wechseln noch auszuwandern, obwohl….wäre auch ganz nett, auszuwandern meine ich. Auf jedenfall wäre es aufregend. Aber das ist es nicht.

Klar bin ich Künstlerin und werde sicher malen bis mir irgendwann der Pinsel aus der Hand fällt….. aber ist das alles? War’s das jetzt? Sonst nix?
Ich muß gerade über mich selber grinsen, das was ich hier schreibe hat sich schon lange angedeutet. Immer wieder.  Ein Häppchen hier. ein Häppchen da,  in kleinen Portionen – die Veränderung schleicht sich leise ein, es ist kein Knall auf Fall Ding hier. Die schamanische Ausbildung war der Auslöser. Mit meinen Fortbildungen und Coachings hat der Prozess begonnen. Die HP Ausbildung tut ihren Teil dazu. Und so geht es weiter.

Der Teil von mir, der mehr beratend und helfend arbeiten möchte setzt sich mehr und mehr durch. Ich habe auch immer öfter Termine für Tarot Readings, die mich sehr erfüllen. Die Arbeit mit den Karten ist etwas, das meiner visuell orientierten Persönlichkeit sehr entspricht und die ich sehr liebe. Überhaupt ist die Arbeit mit Menschen, vor allem aber mit Frauen so eine starke Konstante in meinem Leben geworden, das ich sie nicht mehr missen möchte. Im Gegenteil ich möchte diese Tätigkeit weiter ausbauen. Während ich das schreibe merke ich gerade wie sich alles so richtig anfühlt! Genau so.
Den Blick gerichtet auf weite, vielversprechende Horizonte!

Bildquelle Anna Schüler

Herzlichst Anna
XO

Aktueller Status …. ziemlich müde

Recht schnell ist der Herbst gekommen, das Wetter trübe und ich wundere mich manchmal wie man es schaffen soll, dabei die gute Laune zu behalten.
Eigentlich liebe ich den Herbst, geht er doch immer einher mit wundervollen Farbspielen in den Wäldern, traumhaften Wolkenformationen und langen gemeinsamen Spaziergängen mit Mann und Hunden. Doch irgendwie ist diesmal alles anders. Die Wälder können nicht leuchten, da die Sonne, das Licht fehlt, dass sonst so zauberhaft zwischen den Ästen funkelt. Die traumhaften Wolkenformationen?
Ha – wo denn? Wie soll man sie finden wenn alles grau in grau über einem wabert und sich ständig Wassermengen über uns ergießen. Nun, ohne Zweifel hat das auch was und glitzernde Tropfen verzaubern zumindest ungeputzte Atelierfenster für eine Weile.
Spaziergänge mit Mann und Hunden ist in diesem Herbst, bedingt durch den Unfall meines Mannes, immer noch nicht möglich.
So sieht man mich des Morgens in Regenjacke und Kappe mit festen Schritten einsam durch den Acker laufen, meine beiden süßen Rumänen an der Strippe, mit mir selber redend und über das Leben meditierend.
Alles in allem geht es mir gut und ich komme wieder mehr ans Malen. Ich habe das dringende Bedürfnis schöne Bilder zu malen. Schön im Sinne von hell und leuchtend, vielleicht auch kitschig, egal, es gefällt mir so.

Leider ist das Wetter gerade nicht zum fotografieren geeignet (ich mach die Aufnahmen immer draußen)  und daher kann ich hier nun erst eine der neuen Arbeiten zeigen.
So zum Stimmung aufhellen 😉

 

 

Just Flowers 80 x 100 cm

Herzlichst Anna
Leben. Lieben. Lachen. Und das Atmen nicht vergessen!
XO

Eine seltsam schöne Insel

ist Sylt. Immer verschrien als Insel der Reichen und Schönen und für mich lange auf der Nogo Liste. Auf der Suche nach einem neuen, noch unbekannten Ort an der Nordesee für einen kleinen Urlaub im Inland sind wir denn doch auf die Idee gekommen, uns diese Insel mal anzuschauen. Doch selbst die Reiseberichte, die ich immer gern sehe, werden der Insel nicht gerecht.
Die Anfahrt mit der Fähre ist schon bestens geeignet, um ein Nord- und Winterkind wie mich  zu begeistern. Kalt war’s und sonnig und das Meer glitzerte silbern. Dicke Wolken standen direkt über dem Horizont und für einen Moment dachte ich, ich greife wieder zu meinen Ölfarben. Seestücke voller Pracht wollte ich schaffen, um diese Schönheit einzufangen. Auf der Insel angekommen ging es gleich weiter. Es wurde schöner und schöner. Dicke, hohe Dünen voller Kraft und wunderbare Vegetation, satt im Herbstlicht leuchtend. Kiefern, Gräser, Heide und diverses mir unbekanntes Gewächs. Natürlich hatte ich meine Kamera nicht mit, man muss ja auch nicht alles fotografieren. Es ist schön, manches einfach in der Erinnerung zu behalten. Die Gefühle, die man beim Betrachten hat, sind ohnehin nicht in einem Foto festzuhalten.
Ein paar Eindrücke habe ich mit dem Handy festgehalten. Sie sind auf meinem Instagram Account zu sehen, wer schauen möchte >> Instagram.

Man kann das alles nicht beschreiben, muss man selber sehen. Rilke könnte die richtigen Worte finden oder  Raddatz.

Die Natur aber – Cabrio hin, Cartier her – ist das eigentliche Wunder einer Insel, die Einsamkeit und Ruhe bietet dem, der sie sucht; mal das bis zum Fürchten gepeitschte Meer in seiner Vernichtungswut des Frühjahrs und des späten Herbstes, und sommers dann die friedlich im heißen Sand verborgen blühenden Dünenveilchen, so lila-blau-zart, als habe ein Biedermeier-Maler sie mit haarfeinem Pinsel auf Porzellan gemalt.

Sylt ist ein Plural. Ein jeder kann hier suchen, was er mag. Er wird es finden.

Den ganzen Artikel zu Sylt findet man hier in der SZ

Klar gibt es dort Villen, mit Reet gedeckte wunderschöne Häuser, groß und mit viel Land drum herum und bestimmt sehr teuer. Und Autos, wow…ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Bugatti gesehen. Schuhe für den Preis eines Kleinwagens, etc. nun ja.
Aber es ist die Einsamkeit, die Ruhe, die man findet, die unendliche Weite des Meeres, das man sowohl auf der Seeseite als auch wattseitig genießen kann, die diese Insel so bezaubernd macht.
Es ist leer dort im Herbst und ich glaube die Reichen und Schönen waren nicht dort als wir auf der Insel waren. Vielleicht ein paar Menschen, die gern reich und schön wären aber das sei ihnen gegönnt. Jeder wie er mag….
Da wir mit unserem Bus unterwegs waren haben wir uns die ganze Insel, die ja nicht so groß ist, angeschaut. Fast überall sieht man Wohlstand, Schönheit und die Insulaner sind sehr entspannt und freundlich.
Tägliche lange Wanderungen durch diese unglaubliche Dünenwelt, der Strand immer wieder einladend –  obwohl diese Sandlauferei ja auch ganz schön anstrengend sein kann. Und nach 4 – 5 Stunden Laufen waren wir platt, auch die Hunde. Das war mit Sicherheit nicht unser letzter Sylturlaub aber immer im Herbst oder Winter.

Da ich ja nun keine Kamera mit hatte und nicht zur Ölfarbe greifen werde, um Sand, Wellen und Meeresschaum malen, male ich meine Eindrücke, meine Gefühle, die Energien auf meine Art.

a salty dog 100 x 100 cm Acryl, oil, ink on canvaas
A Salty Dog
100 x 100 cm
Acryl, oil, ink on canvas

Herzlichst Anna

For my english speaking readers.
Because it is so much extra work to translate everything  ( and I also am not a fast typer….) I have a blogspot blog now, where I add this text, too. There you can choose your language and use the google translator. I know it’s not perfect but I hope it’s ok for you!
You can find it here!

Dieses Mal am Meer

war alles anders als sonst…..
Leer und ausgelaugt bin ich an die Nordsee gefahren.
Müde von der Kunst, müde von den Menschen, müde von deren Leid und Schmerz.
Man kann es kaum glauben, aber die Arbeit mit Menschen zehrt, verbraucht Energie.
Meine Arbeit ist erfüllend aber auch anstrengend.
Oft gelingt es mir Kraft zu schöpfen, in dem ich trommle, schamanisch reise und lerne.
Ich lerne gern. Ich reise gern. Ich trommle gern.
Nun sitz‘ ich hier, die obligatorische Zigarette in der Hand und lasse die letzen Wochen und Monate in Gedanken an mir vorbeiziehen…..tue ich das was ich will, lebe ich genau so wie ich leben möchte?
Oder gibt es da noch etwas, das gelebt sein will? Will ich etwas ändern?
Will ich alles bunter und schriller oder eher stiller und zurückgezogener?
Ich habe die Antwort noch nicht gefunden, aber da ist etwas, das mich weiter nachdenken lässt.

Dieses Mal am Meer war alles anders als sonst, nicht schlechter und nicht besser, anders.
Ich habe viel über das Sterben nachgedacht, es kommt näher, ich bin 60 Jahre alt.
Ich habe viel über das Leben nachgedacht, es ist jetzt.
Wie will ich die Zeit nutzen, die bleibt? Es können 10 Jahre, 20 Jahre oder 2 Jahre sein, keiner weiß nix genaues.
Das Meer, die Nordsee mit ihrem Atem, Ebbe und Flut.

Ebbe und Flut sind die Frage:
Einatmen?  Ausatmen?  Werden?  Vergehen?
aber auch die Anwort:
Einatmen!  Ausatmen !  Werden!  Vergehen!
Und dazwischen? Das Leben genießen, alles am Leben, auch und gerade die melancholischen Momente.
An meinem letzten Tag am Meer fliegt der Reiher über mir und ich weiß alles ist genau so wie es sein soll.

Ich laufe nicht ständig mit meiner Kamera herum, ich lebe lieber direkt. Manchmal aber kann ich den dramatischen Wolkenformationen am Himmel nicht wiederstehen und die leise Melancholie des Wattenmeeres zieht mich immer in ihren Bann. Hier ein paar Fotos.

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Herzlichst Anna

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Tiermedizin – Reiher

Das Bild zum Blog gehört zu meiner Reihe von Krafttierbildern.

reiher
Der Reiher gehört nicht zu den Tieren, die mir beim schamanischen Reisen begegnen. Er ist aber mein Begleiter. Ich sehe ihn fast täglich denn er lebt in meinem direkten Umfeld. Ich mag ihn sehr. Er ist ein großer, ein stattlicher Vogel voller Würde. In meinem nächsten Leben will ich ein Reiher sein.
Wenn ich denn da überhaupt mitreden kann….
Würde ich ihn auf einer Reise treffen, ich hätte viele Fragen an ihn. Wie werde ich geduldiger mit mir oder mit anderen wäre eine Frage. Und wie ist es, fast den ganzen Tag nasse Füße zu haben? Wie groß sind die Fische, die man in einem Rutsch herunter bekommt, so als Reiher? Nahrung ist schließlich wichtig aber ob Schlingen so gesund ist? Ich würde ihn fragen wie es ist so hoch am Himmel.
Friedlich segeln muss sehr schön sein. Und was man da alles sieht. Eine Veränderung der Perspektive ist immer gut.  Ich übe mich immer noch in Geduld, keine leichte Übung übrigens. Da kann der Reiher ein guter Lehrmeister sein. Er ist auch ein guter Lehrmeister in Bezug auf das Alleinsein. Nicht Einsamkeit meine ich sondern dieses köstliche Gefühl, mit sich allein zu sein, bei sich, in sich. Der Reiher ist mir sehr nah. Ruhig, der Stille lauschend, den eigenen Gedanken nachspüren. Meinetwegen auch mit nassen Füßen.
Manchmal muss man halt Opfer bringen, nur das mit dem Fisch am Stück…?

Herzlichst Anna